Welche Kamera ist die Richtige für dich? – 3 Schritte

Welche Kamera ist die Richtige für dich? – 3 Schritte

Der Tragödie erster Teil

(Hier geht es zum Teil 2)

Kennst du das?

Du hast dir kurzfristig eine Kamera gekauft oder auch nach ewiger Recherche im Netz endlich zugeschlagen.

Nun steht sie da, deine neue Kamera. Du hast bereits Bilder gesehen die mit dieser Kamera gemacht wurden und du bist begeistert. Die Amazon-Bewertungen sind Top. Die Marke und dieses Modell haben schon unzählige vor dir genutzt.

Aber trotzdem will es nicht so richtig klappen. Stimmt’s?

Heute möchte ich mal etwas Schonungsloser mit dem Thema „Kamerakauf“ umgehen.

Die Sache ist eigentlich recht einfach. (Nicht.)

Die Entscheidung welche Kamera die richtige für dich ist, ist nicht einfach zu treffen.

Der Markt ist riesig, Hersteller versprechen alles was nötig ist um dich zu begeistern und der/die/das Angestellte aus dem Elektrofachmarkt deines Vertrauens hat dir, im Rahmen der aktuellen Lagerräumung, (natürlich) das Top-Modell für deine Zwecke verkauft.

Blöd nur dass man dir nicht vorher erklärt hat wie die Kamera funktioniert. Oder ob du die ganzen Schalter und Knöpfe brauchst. Oder ob du sogar noch mehr Schalter und Knöpfe gebraucht hättest!

Was wichtig ist – Erste Entscheidungen in Schritten

1.) Der Wohlfühlfaktor

Was viele unterschätzen ist zunächst mal die Haptik der Kamera. Ich nenne es den „Wohlfühlfaktor“.

Wenn du die Kamera in die Hand nimmst und sie ist zu groß/zu schwer oder zu klein/zu leicht oder es fühlt sich irgendwie komisch an, dann lass die Kamera liegen.
Dein Gefühl täuscht dich nicht. Wenn du groß gewachsen bist und Hände wie Schraubzwingen hast dann brauchst du auch eine Kamera die du halten kannst. Dann ist eine kompakte Kamera einfach die falsche Wahl.
Genauso umgekehrt, wenn du kleine Hände hast und kaum kraft in den Armen, dann verabschiede dich schon mal von großem Schweren gerät. Damit wirst du auf Dauer nicht glücklich und bekommst höchsten arme wie ein Schimpanse vom ganzen Schleppen.

Also achte darauf das du mit der Kamera zurechtkommst.

2.) Das Motiv

Weißt du schon genau was du fotografieren möchtest? Falls ja, dann überlege einfach ob sich das Kamera-Modell für deine Zwecke eignet.

  • Möchtest du etwas fotografieren das sich schnell bewegt oder etwas das still liegen / stehen bleibt?
  • Bist du mehr Outdoor unterwegs oder mehr Indoor?
  • Willst du mit Studioequipment fotografieren oder mit Available Light (<– Anklicken und im Glossar nachschlagen)?
  • Willst du nur fotografieren oder auch filmen?

Szenario I

Du möchtest deinen Hund draußen auf der Wiese im Rennen oder Beim spielen fotografieren. Vielleicht auch beim Agility. Es ist dir wichtig das dabei schöne Bilder entstehen. Diese möchtest du im Hundeverein zeigen und möchtest die anderen mit deinen Bildern begeistern.
Du bist selbst kein Riese und dir ist es wichtig das du nicht zu viel schweres Equipment mit dir herumschleppst. Dein Budget liegt bei ca. 1500 €

Auf Basis dieser Angaben würde ich dir zum Beispiel zu Pentax, Panasonic oder Olympus raten. Alle Hersteller haben sehr gute Autofokussysteme, schnelle Serienbild-Funktionen, Wettergeschützte Kameras / Objektive und kompakte Systeme die nicht zu schwer sind.

Kurz: Du musst nicht schwer schleppen, die Kameras dürfen auch mal dreckig werden und sind hervorragend für sich schnell bewegende Objekte geeignet.

Szenario II

Du willst nicht nur fotografieren, sondern auch filmen. Du hast dich beim Motiv noch nicht richtig festgelegt und ob die Kamera jetzt sehr schwer ist oder nicht, ist dir nicht so wichtig, Hauptsache es macht Spaß.

Hier kann man anhand der Angabe das du auch gerne filmen möchtest, bestimmte Hersteller schon mal ausschließen. Fuji, Pentax und Nikon wären nun nicht meine erste Wahl für dich. Wir wären eher bei den bei den Herstellern Canon und Panasonic. Hier gibt es bereits im niedrigen/mittleren Preissegment Kameras mit sehr guten Video-Eigenschaften.

3.) Zubehör

Kameras und Objektive haben alle Hersteller (logisch).

Aber was ist mit dem Zubehör? Mikrofonanschluss, Funkauslöser, Spezialobjektive, Adapter, passende Taschen usw.

Je nach Hersteller findest du unterschiedlich viel oder auch weniger Zubehör für dein Modell. Dies sollte nicht das erste Entscheidungskriterium sein. Darum erwähne ich es auch hier zum Schluss. Man kann sich immer mit ein paar Tricks auch anders weiterhelfen. Aber ganz ehrlich: Auch ich bin froh, wenn es eine einfache Lösung gibt.

Wie du siehst kannst du anhand verschiedener Kriterien schon bestimmte Eigenschaften für deine Zukünftige Kamera festlegen und so eine bestimmte Richtung bei deiner Auswahl einschlagen.

Und was ist mit dem Preis?

Du fragst dich warum ich den Preis nicht als Entscheidungskriterium mit eingebunden habe?

Weil dieser für mich nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Frage wieviel Geld du für deine Kamera ausgeben möchtest, entscheidet lediglich ob du vielleicht noch ein paar Monate länger sparen oder einen Blick zu Ebay werfen solltest.

Letzten Endes entscheidest du selbst, wieviel du für eine Kamera ausgeben möchtest. Kamera Vorschläge und Preiseinteilung findest du im zweiten Teil.

Es gibt sehr viele hervorragende Kameras auf dem Gebrauchtmarkt. Ich war nie jemand der dir sagen wird, dass du aus Kostengründen zu einem günstigeren Model greifen oder etwas kaufen sollst, dass dich nicht glücklich macht.

Das wäre falsch und unehrlich.

Denke über die Schritte oben in Ruhe nach und lasse dir bei deiner Recherche Zeit!

Bis dahin wünsche ich dir eine super Zeit. Schau am Samstag nochmal in den Blog, dann gibt es einen neuen Artikel!

Andreas


Bonus-Tipp: Du brauchst nicht unbedingt eine eigene Kamera um am Grundlagen-Kurs teil zu nehmen! Ich stelle dir eine Kamera und helfe dir dabei, das richtige Modell für dich und deine Motive zu finden.


P.S.: Hier noch der Grund warum ich die Sensorgröße ebenfalls nicht als Erwähnenswert erachte.


Hat dir der Artikel gefallen?

Hinterlasse mir doch bitte einen Kommentar, wenn du möchtest! Erzähle mir warum du dich für deine Kamera entschieden hast oder ob du selbst gerade vor dem Kauf stehst!

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