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Was macht eigentlich ein Polfilter?

Was macht eigentlich ein Polfilter?

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Was macht eigentlich ein Polfilter?

Keine Sorge, es folgen keine 5 Seiten Wissenschaft. Ich versuche es knapp und verständlich zu halten. Trotzdem ein kurzer Hinweis: Polfilter ist eine Abkürzung für Polarisationsfilter. Es gibt zirkulare und lineare Polfilter. Polarisation ist ein Begriff aus der Physik/Optik. Wenn du mehr über diesen Begriff wissen möchtest, findest du viele Informationen dazu hier. Um zu wissen wann man einen Polfilter in der Fotografie nutzt, brauchst du dass nicht unbedingt.

In der Fotografie nutzt man für gewöhnlich zirkulare Polarisationsfilter. Diese finden in der Fotografie meist folgende Anwendungen:

  1. Er kann unerwünschte Reflexionen von nicht metallischen Oberflächen reduzieren (Schaufenster, Autolack, Wasser etc.)
  2. Das Grün von Pflanzen wirkt kräftiger
  3. Das Blau des Himmels wird evtl. abgedunkelt
  4. Er kann einen Regenbogen vollständig verschwinden oder kräftiger wirken lassen (it’s magic!)

Zu 1.)

Dies ist heutzutage eigentlich das häufigste Einsatzgebiet eines Polfilters. Es gibt immer wieder Situationen in denen man keine Reflektionen im Bild haben möchte. Zum Beispiel:

  • Brillengläser bei einem Portrait
  • Beim fotografieren durch eine Fensterscheibe
  • Unerwünschte Wasserspiegelungen

Wenn du einen Polfilter (als Schraubfilter) das erste Mal in der Hand hältst, wirst du feststellen dass er im Prinzip aus zwei Teilen besteht. Ein fester Ring zum aufschrauben auf das Objektiv und ein Ring der sich noch drehen lässt. Das ist nötig damit man den Filter in die richtige Position drehen kann, ohne das Objektivgewinde zu beanspruchen. Durch dass drehen kannst du die Effektivität des Filters beeinflussen.

Je nach Position kann man dadurch die Reflexion nicht nur reduzieren, sondern auch verstärken. Die folgenden Bilder sind keine Kunstwerke, zeigen dir aber sehr gut wie sich dies auf dein Bild auswirkt.

Was macht ein Polfilter?
Der Polfilter einmal in einer Position in welcher er die Reflexion verstärkt (Oben), einmal in einer Postion in welcher er die Reflexion unterdrückt (unten).

 

Einmal mit und einmal ohne Polfilter
Eine ganz banale Anwendung des Polfilters. Oben ohne, unten mit. Ihr wollt jemandem zeigen wie viele Kaulquappen im Wasser zu sehen sind? Oben ist kaum etwas zu erkennen (uncool). Unten sind die Kaulquappen gut zu erkennen (cool).

Zu 2.)

Der Polfilter filtert auch dass reflektierte Blau des Himmels auf Blättern und Gräsern. Dadurch wirkt das Grün viel satter.

Der Polfilter lässt das Grün satter wirken.
Hier hat der Polfilter nicht nur die Reflexion auf den Blättern reduziert, sondern auch Auswirkung auf deren Farbe auf unserem Foto. Oben ohne, Unten mit Polfilter.

Zu 3.)

Der Polfilter filtert auch teile des Lichtes am Himmel. Das hat zur Folge dass das Blau des Himmels dunkler und kräftiger wirkt. Bei Weitwinkelobjektiven kann es sogar passieren dass du eine ungleichmäßige Färbung und Flecken im Himmel siehst.

Polfilter können dunkle Flecken im Himmel hinterlassen.
Hier im Vergleich oben ohne, unten mit Polfilter.

 

Hier sieht mal die Wirkung des Polfilters etwas deutlicher.
Hier erkennt man einen klareren Unterschied. Oben ohne, unten mit Polfilter.

Tipp: Wenn du Landschaftsaufnahmen machen möchtest und einen Polfilter benötigst, dann schieß doch einfach ein Panorama mit einer Normalbrennweite. Somit verringerst du die Wahrscheinlichkeit solcher unschönen Flecken.

Zu 4.)

Auch das gebrochene Licht eines Regenbogens kann mit dem Polfilter beeinflusst werden. Dreht man ihn auf die entsprechende Position, wird dieses Licht unterdrückt und kein Regenbogen ist sichtbar. Dreht man ihn um 90 Grad aus dieser Stellung heraus, so wird das Licht der Wolken drumherum zum Teil geschluckt und der Regenbogen komplett durchgelassen, dadurch wirkt er kräftiger. Hierzu habe ich leider kein Beispielfoto für dich (Buh!)

Diese vier Beispiele sind nicht alle Anwendungsgebiete von Polfiltern und es lassen sich dadurch auch nicht alle Reflexionen verhindern. Der Wirkungsgrad eines Polfilters ist insbesondere vom Einfallswinkel des Lichts abhängig. Es gibt auch Techniken wie das Kreuzpolblitzen durch welche du erst bestimmte Reflexionen unterdrücken kannst.

In der analogen Fotografie waren die Effekte wie das abdunkeln des Blaus oder die farbsättigende Wirkung auf das Grün der Blätter und Gräser durchaus willkommen. Da sich dies heutzutage recht bequem digital korrigieren lässt, beschränkt sich die Anwendung meistens auf das unterdrücken von Spiegellungen / Reflexionen. Dies lässt sich im Nachhinein (noch) nicht korrigieren.

Polfilter gibt es nicht nur als Aufschraubvariante sondern auch als rechteckigen Einschubfilter. Hier einige Beispiele als Amazon-Link (Warum zur Hölle links zu Amazon?!):

Es gibt natürlich noch genügend andere Hersteller. NISI, Lee uvm. Allerdings sinddie Produkte in der Liste welche die ich auch selbst nutze und aus Erfahrung sprechen kann. Ich empfehle nichts weiter was ich nicht selbst ausprobiert habe. Achte darauf dass du beim Kauf eines Aufschraubfilters den passenden Durchmesser für dein Objektiv wählst.

Tipp: Kaufe den Filter für dein größtes Objektiv und adaptiere ihn zum Beispiel mit diesem Adapterringset (Amazon Link) an deine Objektive mit kleinerem Durchmesser.

Cheers

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