Was macht eigentlich die Verschlusszeit?

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Was macht eigentlich die Verschlusszeit?

Grammatikalisch vlt. nicht ganz korrekt, aber passend zu unserer Serie „Was macht eigentlich…?“

Die Verschlusszeit

In fast jeder Kamera steckt ein mechanischer oder elektronischer Verschluss. Ein Vorhang der sich öffnet und schließt um so den Zeitraum zu regulieren in welchem Licht auf den Sensor oder Film fällt. Man nennt dies Belichtungszeit. Der Verschluss ist eines der Kernelemente in einer Kamera.

Merke: Mit dem Objektiv regulierst du die Menge an Licht, mit dem Verschluss regelst du wie lange diese Menge Licht auf den Sensor oder Film fällt.

Die Verschlusszeit wird in Sekunden angegeben. Das können Bruchteile sein oder auch mehrere Minuten.

Beispiel 1

1/3000s (Eine  Dreitausendstel Sekunde)
Der Bruchteil einer Sekunde. So schnell reagiert der Verschluss.

Beispiel 2

30″ (Dreizig Sekunden)
Eine Kamera kann auch durchaus sehr lange belichten.

Achtung: Auf dem Kameradisplay oder im Sucher werden die Bruchteile einer Sekunde meistens nicht mit Bruchstrich dargestellt. Die 1 und der / fehlen. Statt 1/200 wird eine zweihundertstel Sekunde nur als 200 angezeigt.

Die Verschlusszeit als Gestaltungsmittel

Die Belichtungszeit hat unterschiedliche Auswirkungen auf ein Bild. Eine kurze Verschlusszeit „friert“ den Moment ein. Eine lange Verschlusszeit lässt bewegende Objekte weicher werden und ist einer der Gründe für unscharfe Bilder.

Nun bleibt die Frage: Wann benötigt man welche Verschlusszeit?

Dies ist (wie immer) Situationsabhängig und wir geben hier kein Pauschalrezept. Anhand verschiedener Beispielbilder zeigen wir dir, wie wir uns entschieden haben und welche Auswirkungen dies auf das Bild hatte.

Sprung, einfrieren, Belichtungszeit
Eine kurze Belichtungszeit friert Bewegungen ein. Zum Beispiel Sportler, Tiere im Lauf oder wie hier wenn jemand vor Freude hüpft und man möchte den Moment in der Luft festhalten.

 

Mitzieher, Belichtungszeit
Mit einer längeren Verschlusszeit wurde hier das Auto verfolgt und scharf festgehalten. Der Hintergrund verschwimmt und es entsteht eine starke Dynamik. Diese Technik nennt sich „Mitzieher“.

Im folgenden Beispiel siehst du wie unterschiedlich das selbe Motiv wirken kann, wenn man die Belichtungszeit ändert.

Belichtungszeit / Verschlusszeit
Die Belichtungszeit ist kurz. Das Wasser um den Stein herum ist „eingefroren“ und man sieht noch einzelne Schaumbläschen.

 

Belichtungszeit / Verschlusszeit
Die Belichtungszeit betrug hier eine Sekunde. Der starre Stein bleibt scharf abgebildet. Das Wasser das um ihn herum fließt wirkt hier weich und es sind keine einzelnen Spritzer und Bläschen zu erkennen.

 

Nun weißt du wie sich die Verschlusszeit / Belichtungszeit auf dein Motiv auswirken kann.

 


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